Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten

Angespannte Wohnungsmärkte mit hohen Mietsteigerungen in Ballungsgebieten und Universitätsstädten bestimmen die wohnungspolitische Debatte und verlangen nach Antworten. Mehr Neubau ist erforderlich. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des BBSR. Die Ergebnisse in der Übersicht:Hohe Außenwanderungsgewinne und Bevölkerungszuwächse in den Großstädten, einhergehend mit einer Ausweitung der Pro-Kopf-Wohnfläche, führten in den letzten Jahren zu einer deutlich steigenden Wohnungsnachfrage.Nach einem historischen Tiefpunkt im Jahr 2009 mit ca. 160 000 Fertigstellungen befindet sich der Wohnungsbau wieder auf Wachstumskurs; im Jahr 2013 gab es rund 270 000 Baugenehmigungen und ca. 215 000 Baufertigstellungen.Der zunehmende Wohnungsneubau reicht aber noch nicht aus, die gestiegene Nachfrage zu decken. Hinzu kommt, dass sich in den letztenJahren ein Nachholbedarf aufgebaut hat.Der Geschosswohnungsbau ist geprägt vom Bau von Eigentumswohnungen, die allerdings gegenwärtig überwiegend vermietet werden.Der Anteil des Wohnungsneubaus im unteren Preissegment ist noch gering. Angesichts auslaufender Bindungen muss die Zahl der im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung geförderten Mietwohnungen deutlich erhöht werden.Steigende Mieten reflektieren die Anspannungen auf den regionalen Mietwohnungsmärkten und führen zu Versorgungsproblemen insbesondere für einkommensschwächere Haushalte.Mehr Wohnungsneubau ist erforderlich. BBSR-Prognosen gehen von einem Neubaubedarf von mindestens 1 Mio. Wohnungen in vier Jahren aus.Es bedarf daher gemeinsamer Anstrengungen aller Beteiligten – der Gebietskörperschaften, der wohnungs- und bauwirtschaftlichen Verbände und der relevanten gesellschaftlichen Gruppen.Die vollständige Analyse kann hier heruntergeladen werden. (Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Autoren: Rolf Müller, Matthias Waltersbacher)
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