Kleinräumige Wohnungsmarkttrends in Großstädten

Kleinräumige Wohnungsmarkttrends in GroßstädtenDie regionalen Mietwohnungsmärkte sind in den vergangenen Jahren stark auseinander gedriftet. Vor allem in den wachsenden Großstädten differenzieren sich die Angebotsmieten zwischen einzelnen Stadtteilen immer weiter aus. Die gestiegenen Baugenehmigungszahlen können auf angespannten Märkten die Basis für eine beginnende Entspannung sein.Ein neues Heft der Reihe BBSR-Analysen KOMPAKT beschreibt anhand von kleinräumigen sozio-demografischen Daten und Mietpreisdaten Entwicklungen innerhalb der Großstädte in Deutschland.Die Kernbefunde:Städtische Wohnungsmärkte zwischen Marktanpassung und Angebotsüberhängen: Die wachsenden Großstädte und die Universitätsstädte weisen vielfach Wohnungsengpässe auf, die sich in Mieten- und Preissteigerungen widerspiegeln. Der Wohnungsneubau erreicht hier noch nicht den Bedarf, der sich aus den Nachfragesteigerungen ergibt. Schrumpfende Städte zeigen bei niedrigen Mieten wenig Dynamik, wodurch die Vermietung häufig erschwert bleibt.Mietenniveaus gehen innerhalb der wachsenden Städte auseinander: Im Vergleich der Entwicklungstypen der Städte sind die Angebotsmieten sowie deren Dynamik in den stark wachsenden Städten am höchsten. Mietensteigerungen sind innerstädtisch ebenso wie am Stadtrand verbreitet. In schrumpfenden Städten sind die Mietenniveaus bei geringer Dynamik deutlich homogener.Sozial-räumliche Differenzierung wirkt auf die Mietpreisentwicklung: Die Angebotsmieten entwickeln sich in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Transferleistungsempfängern weniger dynamisch und auf niedrigem Niveau. Ausnahmen bilden Innenstädte der drei größten westdeutschen Metropolen.Neubauwohnungen haben sich verteuert: Die Neubaumieten heben sich teils deutlich von den Bestandsmieten ab – auch am Stadtrand. In schrumpfenden Städten entwickeln sich die Mieten im Bestand moderat, deutliche Mietensteigerungen gibt es im Neubau.Große Mietwohnungen sind besonders gefragt und teuer: Mieten von Single- und großen Familienwohnungen heben sich von Mieten mittelgroßer Wohnungen ab. Die Anteile neu gebauter großer Familienwohnungen nehmen im inserierten Wohnungsangebot zu.2013 gab es deutliche Mietensteigerungen in Wachstumsstädten: Die meisten hochpreisigen Metropolkerne zeigen weiter erhebliche Mietensteigerungen. In einigen Städten war Ende 2013 eine Dämpfung der Anstiege erkennbar.Der komplette Bericht steht hier zum Download bereit. (Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Autoren: Rolf Müller, Matthias Waltersbacher)in Facebook weitersagenin Xing weitersagen

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