Bringt die Mietpreisbremse Entspannung für angespannte Märkte?

Bringt die Mietpreisbremse Entspannung für angespannte Märkte?

Noch vor seinem Inkrafttreten hat das Gesetz zur Mietpreisbremse für Aufregung in der Immobilienbranche gesorgt. Nun ist es soweit, zum 1. Juni ist die Mietpreisbremse in Kraft getreten, zunächst wurde sie allerdings nur in Berlin in Landesrecht umgesetzt. Die Frage ist allerdings, ob die Mietpreisbremse ihr Ziel erreichen wird, nämlich zur Entspannung der Wohnungsmärkte beiträgt, in denen Unterschiede zwischen alten und neuen Mieten teilweise bei über 30 Prozent liegen.
Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland, ist der Meinung, dass die erhoffte Entspannung nicht eintritt und der Gesetzgeber das eigentliche Problem lediglich vor sich her schiebt. Das Problem besteht seiner Auffassung nach hauptsächlich im Mangel an Wohnraum für eine wachsende und alternde Gesellschaft. Die BID plädiert für die Schaffung eines investitionsfreudigen Klimas, das sofort positive Auswirkungen auch auf die Mietpreise haben sollte.
Diskutiert wird auch, welche Auswirkungen die Mietpreisbremse im Bereich der Modernisierungsmaßnahmen haben wird. Da nur drei Jahre vor Neuvermietung durchgeführte Sanierungen berücksichtigt werden, rechnet man stark mit einem zukünftigen Rückgang der Investitionen in die Wohnimmobilien.

Link: http://bid.info/wp-content/uploads/2012/10/150601_PM_Mietpreisbremse-bedeutet-Investitionsbremse.pdf

Quelle: BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland

(Oracom Servicecenter Immobilien: Oracom News , Bringt die Mietpreisbremse Entspannung für angespannte Märkte? , 12.06.2015)

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