Big Data: Immobilienwirtschaft im Wandel

Big Data: Immobilienwirtschaft im Wandel

Eine spannende Diskussionsrunde wurde letztens von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ins Leben gerufen. Beim CEO Startup Roundtable der Immobilienwirtschaft trafen sich nämlich Chefs der großen Immobilien-, Property-, und Facility Management-Unternehmen und Startup CEO´s.
Dabei ging es nicht nur um die Optimierung des Bestehenden durch digitale Lösungen, die in der Immobilienbranche ohnehin schon Fuß fassen und von immer mehr Immobilienunternehmen implementiert werden, sondern auch um eine komplette Veränderung bestehender Branchenzweige durch die sogenannten Smart Services und Nutzung von Big Data. Von Startups wurde somit neben der digitalen Evolution auch eine digitale Revolution in der Branche angekündigt.
Demnach werden die sogenannten cyberphysischen Plattformen zukünftig eine immer größere Rolle bei der Aufgabenerfüllung der Immobilienunternehmen spielen. Diese selbstlernenden cyberphysischen Systeme der Hausverwaltung würden auf der Basis von hinterlegten Leistungsverzeichnissen arbeiten und die externen Dienstleister direkt steuern. Diese Lösungen würden auch Universal Home & Building Control Systems und User Interfaces umfassen. Konkret geht es um die Vernetzung von Fenstern, Türen, Fahrstühlen, Heizungen, Klimaanlagen und anderen gebäudetechnischen Elementen, mit dem Ziel, dass diese via Apps gesteuert werden können bzw. sich selbst z.B. auf der Basis von Wetterdaten oder der Anzahl der Personen im Gebäude selbst steuern.
Auch die systematische Nutzung von Big Data würde ganz neue Wertschöpfungen ermöglichen. So ist das Internet der Dinge bereits dabei, einige Branchen zu verändern. Studien gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. Für die Wohnungswirtschaft wäre in diesem Kontext beispielsweise cloudbasierte Gebäude- und Straßenzustandserfassung und Instandhaltung relevant. Mit Lösungen wie Customized Services sowie interaktive personalisierte Visualisierungen wird es zukünftig möglich sein, auf Kunden mit individuellen Serviceleistungen viel stärker einzugehen und sie an das Unternehmen zu binden. Augmented-Reality-basierte Systeme stellen Themen und Inhalte dreidimensional dar und machen Projekte sichtbar und erlebbar lange bevor sie realisiert werden: so kann beispielsweise ein 3D-Modell eines Gebäudes in Originalgröße und lagegerecht auf den Bauplatz projiziert werden. Im Facility Management würde eine Visualisierung der technischen Komponenten Mitarbeiter dabei unterstützen, die wesentlichen Bauteile zu lokalisieren und erforderliche Informationen aktuell eingeblendet zu bekommen.
Weiterführende Lösungen werden dann im Endeffekt dazu führen, dass die Immobilie aufhören wird, immobil zu sein, sondern mobil in ihrem gesamten Wesen und auch im Rahmen ihrer einzelnen Elemente. Sie wird flexibel ohne große Umbaumaßnahmen den Nutzungsanforderungen entsprechen. So weit gehen zumindest die mutigsten Prognosen.
Uns bleibt nur die Entwicklungen weiter zu beobachten und teilweise auch aktiv mitzugestalten.

Quelle: linkedin.com, Big Data -Smart Services – Dienstleistung 4.0- in der Immobilienwirtschaft. Ein gravierender Strukturwandel steht bevor., Autor: Dr. Katharina von Knop, 21.03.2016

(Oracom Customer Care Center Immobilien: Oracom News , Big Data: Immobilienwirtschaft im Wandel , 22.04.2016)

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