3D-Druck: Immobilien aus dem Printer

3D-Druck: Immobilien aus dem Printer

Siegeszug der Digitalisierung: 3D-Druck und BIM erobern die Branche.

Dass Digitalisierung nicht mehr aufzuhalten ist, ist in aller Munde. Fraglich ist allerdings, ob sich die Marktteilnehmer des Immobilienmarktes über die wahren Optimierungspotenziale im Klaren sind, die die Digitalisierung mit sich bringt.

Wussten Sie, dass der 3D-Druck heute auf dem Entwicklungsstand der Digitalfotografie vor 20 Jahren steht? Das heißt, es ist durchaus möglich, dass durch den Einsatz von 3D-Druckern in nicht allzu ferner Zukunft die Vision vom preiswerten Wohnen wahr wird. So entstand in China bereits eine ganze Kolonie von einfachen Fertighäusern mit Hilfe von einem 3D-Drucker. Insgesamt soll das nur zwei Tage gedauert haben und so kurz die Bauzeit der gedruckten Immobilie war, so niedrig ist auch ihr Preis.

Während die Idee, dass gedruckte Häuser das deutsche Bauwesen bald revolutionieren, von einigen noch skeptisch gesehen wird, findet das Building Information Modeling (BIM) bereits Anwendung sowohl im Bauwesen als auch im Facility Management. Beim BIM geht es darum, dass das Gebäude als virtuelles Modell auch geometrisch visualisiert ist und nutzbare Daten zur Verfügung stellt. Genauso wie beim 3D-Druck steht auch hier ein riesiges Einsparungspotenzial im Fokus. Das Ziel von BIM ist nämlich, mit Simulationen langfristig die Festkosten im Gebäudebetrieb zu optimieren. Experten rechnen mit möglichen Einsparungen von bis zu 80 %.

Neben der Ersparnis bringt das BIM auch eine deutliche Qualitätsverbesserung mit sich. So werden die Daten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg kontinuierlich aufbereitet und ermöglichen einen verbesserten Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten. Dadurch ist eine höhere Planungssicherheit und Prozesstransparenz möglich. Auch komplexe Vorhaben mit wachsenden Anforderungen sind durch BIM realisierbar.

Eine internationale Umfrage zum Thema BIM, die vom Softwareunternehmen conject durchgeführt wurde, deutet auf einen gesteigerten Beratungsbedarf hinsichtlich der Möglichkeiten von BIM hin. Während Architekten und Bauunternehmen den BIM-Nutzen bereits erkannt haben, hinken private Bauherren und Betreiber dieser Erkenntnis oft noch hinterher. Von vielen Marktteilnehmern wird der Mangel an BIM-Expertise beklagt.

Es bleibt also erst mal abzuwarten, wie schnell die genannten Möglichkeiten in der Zukunft genutzt werden. Eines ist allerdings klar: die Entwicklungsgeschwindigkeit nimmt zu und 3D-Druck und BIM können durchaus zwei Säulen sein, die das Gesicht des Bauwesens sowie der Gebäudebewirtschaftung zukünftig komplett verändern.

Quelle: Whitepaper: Ergebnisse der CONJECT BIM-Umfrage

(Oracom Customer Care Center Immobilien: Oracom News , 3D-Druck: Immobilien aus dem Printer, 04.05.2016)

Kommentare sind deaktiviert